Gestern hat der Förderverein unserer KiTa ein E-Piano geschenkt. Es war schon immer der Wunsch der dortigen Erzieherinnen, daß mehr mit Musik gemacht wird, aber leider sind alle Mitarbeiter ausgerechnet auf dem musikalischen Gebiet nicht sehr bewandert. Macht nichts, dafür haben sie andere Qualitäten.
Wir haben jetzt aber eine Mutter, die Musiklehrerin ist und ab dem neuen Kindergartenjahr eine musikal. Frühförderung für die Kinder anbieten wird. Und weil sie auch gerne Singkreise und dergleichen musikalisch untermalt, und dafür immer ihr eigenes Keyboard durch die Gegend schleppen mußte, hat der Elternrat dem KiGa vorgeschlagen, doch ein E-Piano anzuschaffen. Aber jeder weiß, wie das mit den Geldern ist, es war keins da.
Da wir letztes Jahr den Förderverein für unsere Einrichtung gegründet hatten, wurde das also unser erstes größeres Finanzierungsziel: Geld sammeln um dem Kindergarten ein E-Piano zu schenken. Das war gar nicht so einfach, in der kurzen Zeit konnten noch keine Großspender gefunden werden. Bis sich letzte Woche die örtliche Sparkasse ganz kurzfristig dazu bereit erklärte, die Kröten locker zu machen. Und dann ging alles ganz schnell. Gerät bestellt, liefern lassen, gestern Abend auf dem Elternabend überreicht.
Hach war das toll. Die Vorsitzende des Fördervereins hat mit einigen Kindern eine Art „Dingsda“ aufgenommen, wo die kleinen Krabben erklärt haben, was ein Förderverein ist und was der Förderverein dem Kindergarten jetzt schenkt. Das war total klasse. Und die Überraschung echt gelungen, die Erzieherinnen waren total baff und die Eltern haben Bauklötze gestaunt.
Das ist aber auch ein schickes Teil, hat die normale Klaviertastatur, einen hellen Holzrahmen und jede Menge Knöpfe nebst Display. Es ist so ein Ding das nicht nur „Klavier“ kann sondern auch „Keyboard“. Seeehr schick. Sowas tät mir ja auch gefallen. *Seufz*
Als Kind habe ich mir immer gewünscht, Klavier zu spielen. Das erste Instrument wurde dann aber Geige. Weil ich als geistig umnachtete Sechsjährige mal gesagt hatte, ich würde auch gerne Geige spielen. Leider stellte sich die Geige als ziemlich uncool heraus.
Die anderen Klassenkameraden haben mich immer veräppelt, wenn sie mich mit diesem uncoolen Geigenkasten zum Unterricht haben latschen sehen. Und dann die Überei… Nein, wie grusselig. Mit 10 durfte ich die Geige dann endlich an den Nagel hängen, was war ich da erleichtert! Mit 12 haben wir es dann mit Klavier versucht. Allerdings bei keinem richtigen Lehrer sondern bei meiner großen Schwester, die sehr gut Klavier spielte. Ihr könnt Euch sicher denken, daß das nicht von Erfolg gekrönt war, wenn die Lehrerin mit dem Schüler unter einem Dach lebt und den Schüler dauernd mit Fragen nach dem täglich zu erfüllenden Übungspensum quält.
Ich kann mich noch erinnern, daß sie immer mit einem spitzen Bleistift meine Handgelenke daran erinnert hat, nicht nach unten abzusacken…
Liebe große Schwester, das war nicht schön!
(Aber vermutlich auch für dich nicht…
)
Klavier wurde dann also auch bald wieder ad acta gelegt. Mit 16 wurde es dann die Gitarre. Die mag ich noch heute. Ich wollte natürlich nicht dieses klassische Gezupfe lernen, nein, ich wollte „schrummschrumm“ können, also Lagerfeuerliedbegleitung. Mein erster Gitarrenlehrer war total cool. Der hat mir genau das beigebracht. Leider ist der dann irgendwie weggezogen und ich mußte mir einen neuen suchen. Uaaaah, der war dann der Griff ins Klo. Der war schon recht betagt und ließ mich immer „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Von den blauen Bergen kommen wir“ zupfen. Wie schrecklich. Außerdem schien der Mann halb taub zu sein. Jedesmal wenn ich dort hinkam, nahm er meine WOHLGESTIMMTE Gitarre und VERstimmte sie. Das war wirklich bizarr, er benutzte sogar ein elektrisches Stimmgerät, aber war wohl der Handhabung nicht ganz mächtig…. Leider verfüge ich über ein recht gutes Gehör, ich höre es, wenn etwas dissonant klingt, ich behaupte auch, daß das JEDER gehört hätte, außer eben ihm. Nach wenigen Malen bin ich dann nicht mehr hingegangen. Die Akkorde und das Schlagmuster habe ich mir dann eben selbst beigebracht. Das reicht auch noch für heute als Liedbegleitung im Kindergarten.
Und jetzt steht dort sooo ein schickes E-Piano. Hach.