Das Leben der Ehefrau

Archiv für Januar 2009

Aschura

Verfasst von ehefrau am Freitag, 30 Januar, 2009

Heute Abend war ich auf einem Aschura-Abend in unserem Kindergarten eingeladen. Aschura ist ein muslimisches Fest zu Ehren der Errettung des Propheten Noah vor der Sintflut. Geladen hatte die Neusser Integrationsgruppe „Puzzle“, die besonders um Frauen und Kinder bemüht ist. Daher waren lediglich weibliche Gäste geladen. :D Sie organisierten diesen Abend in unserer Einrichtung. Sie begrüßten uns, gaben uns das Gefühl, herzlich willkommen zu sein und umsorgten uns auf das Äußerste.

Es war wunderschön. Besinnlich, ergreifend, kulinarisch ausgesprochen köstlich! Es gab kleine Vorträge zum Thema Integration, die Noah-Geschichte aus der Bibel, zum Fest Aschura und die speziell an diesem Tag gereichte Speise Aschure. Außerdem gab es musikalische Untermalung auf einer Rohrflöte und einem Saiteninstrument, dessen Namen ich leider nicht kenne, sowie Gesang. Es war wirklich unbeschreiblich schön, exotisch und doch ergreifend. So ein ähnliches Gefühl überkommt mich an Weihnachten in der Christmette. ;)

Der Tisch mit dem Buffet bog sich nur so vor Köstlichkeiten. Viele türkische Spezialitäten wetteiferten mit den leckersten Desserts. Jeder hat eine Kleinigkeit mitgebracht. Ich hab ordentlich reingehauen! :D Ich habe mich auch als eine der ersten (verfressen halt) an die Aschure gewagt. Sie ist eine Art süße Suppe, die Noah damals gekocht haben soll, als sie mit der Arche wieder festen Boden unter dem Kiel hatten, und dies zum Anlass nahmen, aus den verbliebenen Vorräten ein Festmahl zuzubereiten.

In der Aschure sind z.B. Nüssen, Mandeln, Weizen, Reis, Kichererbsen, weiße und rote Bohnen, getrocknete Aprikosen, Rosinen, Granatapfelkerne und Zimt. Es sieht für ein deutsches Auge nicht besonders ansprechend aus, eher wie schonmal gegessen, aber geschmeckt hat es für mich irgendwie wie Weihnachten. Und wer mich kennt, weiß, was das für ein großes Kompliment ist! ;) Lag wohl am Zimt.

Den ganzen Abend saßen die gemischtesten Nationalitäten bunt gewürfelt durcheinander am Tisch, jeder hat mit seinen Tischnachbarn, egal ob fremd oder bekannt, erzählt, genossen und gelacht. Türkischen Tee gabs in Hülle und Fülle, auch wenn einer der Teesamowarautomatendingsbumse dauernd die Sicherung hat rausfliegen lassen. Wir kamen auch mit einem zurecht.

Es war wirklich ein toller Abend, ich bin froh, daß ich wieder mal an einem solchen Integrationsereignis habe teilnehmen dürfen. So macht Integration Spaß und Sinn! :)

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Fensterln

Verfasst von ehefrau am Freitag, 30 Januar, 2009

Was bitte bringt einen Mann zwischen 50 und 60 Jahren nur dazu, den GANZEN Tag, noch dazu bei dieser Witterung, am sperrangelweit offenen Fenster zu liegen, und in die Umwelt zu starren?!

Was sieht man da, was interessant sein könnte?! Nachbarschaft, die irgendwann irgendwo rumläuft? Autos, die vorbei fahren?!

Und wie kalt mag es bei dem wohl in der Wohnung sein?! Seltsam.

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Geladen!

Verfasst von ehefrau am Freitag, 30 Januar, 2009

Nicht ich bin geladen, sondern meine Haare. Und nicht nur meine, auch Davids stehen momentan dauernd quer vom Kopf weg. Das empfinden wir als extrem unangenehm, wenn einem dauernd die Franseln im Mund rumfisseln.

Ich habe gestern mal die Fachfrau, also die Friseurin gefragt, was man dagegen tun kann. Jetzt weiß ich zumindest, daß die Ladung in den Haaren von den unterschiedlichen „Lüften“ herrührt, also der warmen, trockenen Heizungsluft und der kalten, teilweise feuchten Außenluft. Beim Wechsel durch die unterschiedlichen Gegebenheiten entsteht offenbar die Reibung, die die Haare auflädt. Schals aus Wolle oder Polyester und hohe Kragen von Pullovern und Jacken tun dabei noch ihr Übriges.

Soweit so gut. Tun kann man gegen diesen Umstand eigentlich nichts, außer die Haare mit Wachs, Gel oder Haarspray ein wenig zusammenzukleben, um die Auswirkung der Ladung zu minimieren. Nun denn. Lasst uns kleben.

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Farben

Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 29 Januar, 2009

Bei ihr gefunden und nachgemacht:

Farben
Kannst du mit folgenden Begriffen eine Farbe verbinden?
-Wärme -> ein helles, leuchtendes rot, zinnober oder so
-Kälte -> grau und silber
-Freude -> ein freundliches sonnengelb
-Trauer -> schwarz
-Wut -> neongelb
-Liebe-> rot
-Frühling-> gelb, orange und hellgrün in Kombination
-Sommer-> sattes blattgrün
-Herbst-> dunkelrot und braun
-Winter->dunkelgrün, rot und gold

Welches ist deine Lieblingsfarbe?

grün in allen Schattierungen

Gibt es eine Farbe die du nicht magst?

hellrot

Hast du Vorlieben bei der Farbwahl deiner Kleidung, bzw. Trägst du bestimmte Farben besonders gern oder häufig?

ich trage vor allem erdfarben und jeansblautöne

Bevorzugst du eine bestimmte Farbe bei der Unterwäsche?

schwarz

Gibt es eine Farbe die du an deinem Partner/in gerne siehst?

mein hape ist immer hübsch. :D

Und umgedreht, gibt es eine Farbe die dein Partner/in besonders gerne an die sieht?

hallo?! wir reden hier von einem Mann, da muß man froh sein, wenn er die Grundfarben auseinander halten kann :D

Wenn du dekorative Kosmetik benutzt, welche Farben verwendest du da?

welche, die nicht auffallen, also wieder Erdtöne. Ich würde mir niemals blauen oder grünen Kajalstift ins Gesicht malen, schrecklich. Auch der Lippenstift darf nicht zu unnatürlich rot oder pink sein.

Dominiert eine bestimmte Farbe, in deiner Wohnung?

holzbraun

Blumen gibt es in den vielfältigsten Farbnuancen, magst du Blumen einer bestimmten Farbe gern?

am liebsten mag ich ganz einfache, weiße Margeriten

Arbeitest du selbst mit Farben, z.B. malen, Haare/Stoffe färben?

manchmal

Was fällt dir spontan zu folgenden Farben ein:
-weiß -> Schnee
-gelb -> Sonnenschein
-orange-> Wärme
-rosa -> grusseliger Lippenstift
-rot -> kommt drauf an welches rot
-violett -> Zorn
-blau -> Himmel
-grün -> die Blätter an den Bäumen
-braun -> Holz
-grau -> Alter
-schwarz -> Nacht

Wers will, der nehme es sich!

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Ach ja.

Verfasst von ehefrau am Dienstag, 27 Januar, 2009

Mensch, da hab ich doch neulich von dem britischen Wissenschaftler Trevor Cox gelesen, der sich wohl lange auf die Suche nach den fürchterlichsten Geräuschen gemacht hatte. Nun, heute sollte er mal zu uns kommen, das würde alles Dagewesene in den Schatten stellen.

Das Geräusch, von dem ich rede ist das, welches gerade aus dem kindlichen Zimmer erschallt. Eine Mischung aus trotzigem, wütenden und hilflosen Geschrei. Und das nur, weil Mama und Papa sich einfach nicht alle Launen des Kindes gefallen lassen. Sowas aber auch. Und weil das arme, arme Kind Apfel essen muss. Einen Viertel Apfel am Tag. Ja, das grenzt schon an Grausamkeit.

Eben kam das Kind aus seinem Schlafgemach um zu verkünden, daß es morgen ausziehe. Nun dachte ich mir „warum warten?“ und ging mit dem Blag, drückte ihm seinen Rucksack in die Hand und befahl ihm zu packen. Oh, DAS Gesicht war herrlich. Er hat es sich dann ganz schnell anders überlegt. Das Leben kann so hart sein.

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Loslassen können

Verfasst von ehefrau am Dienstag, 27 Januar, 2009

Ja, manchmal muss man loslassen können und sich trennen. Von veraltetem Kleiderschrankinhalt zum Beispiel. Da liegen ja Klamotten brach… Noch von Anno dazumal. Jetzt ist unsere Mülltonne voll, ein riesiger blauer Sack gepackt für die Altkleidersammlung und es herrscht wieder Luft im Schrank. Und Platz. Sehr viel Platz…

Nicht mehr lange… gnihihihi…

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Daumen drücken

Verfasst von ehefrau am Dienstag, 27 Januar, 2009

Ab halb 10 für sie! :D

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Aufgeregt!

Verfasst von ehefrau am Montag, 26 Januar, 2009

Mensch, Leute, ich bin totaaaal aufgeregt. Heute hat mich doch tatsächlich ein super interessantes Jobangebot erreicht, und ratet mal, worüber? Ja, ihr werdet es kaum glauben, über wkw!! Toll, oder?

Da schrieb mir doch eine total sympathisch klingende Petra, sie habe mein Foto gesehen, und fände das gleich so unkonventionell und klasse. Und sie habe sofort das subjektive Gefühl gehabt, ich würde prima in ihr Team passen! Es ginge um eine nebenberufliche Tätigkeit im Bereich Personalmanagement und Marketing. Ist also genau meine Richtung!!! Leider hat sie wohl vergessen, ihren Nachnamen einzutragen, aber den werde ich sicherlich erfahren, wenn sie mich auf meinem Handy anruft. Meine Nummer habe ich ihr natürlich sofort mitgeteilt, schließlich soll sie gleich an meinem Eifer erkennen, daß es mir wirklich ernst ist mit ihrem tollen Jobangebot.

Hach Mensch, ich kann es kaum noch erwarten!

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Da ist wieder eine!

Verfasst von ehefrau am Sonntag, 25 Januar, 2009

Als ich mit David schwanger war, entdeckte ich für mich das Damentennis als spannende TV-Unterhaltung. Es hatte für mich alles, was ein interessantes Programm braucht: viele unterschiedliche Charaktere, einige sympathisch, andere weniger. Glamour war genauso dabei wie modische Aspekte und sogar Skandale. Dann natürlich noch die Spannung eines Matches, die wollen wir mal nicht vergessen ;) . Also, es war alles da, um mir die schlaflosen Tage und Nächte mit einem strampelnden Wesen im Bauch zu versüßen.

Die Schwangerschaft verging, die Freude am Tennis blieb. Ich nenne es seitdem etwas respektlos „Schneckentennis“, wegen der vielen durchgestylten Diven, also Schnecken… ;) Mein Herz schlägt heutzutage besonders für Mädels, die sich entweder besonders nett, normal und bodenständig zeigen, beispielsweise Kim Clijsters, oder solche, die in ihrem Leben schon tragische Schicksalsschläge verkraften mußten, und dennoch mit harter Arbeit und Durchhaltevermögen den Weg in die Weltspitze (wieder-)geschafft haben, da war Justine Henin mein großer Favorit.

Leider sind beide mittlerweile nicht mehr mit dabei. Keinen Bock mehr auf das Leben in der Öffentlichkeit, auf die extrem harte Arbeit am eigenen Körper, keine Lust mehr auf Rückschläge und Verletzungen, schätze ich. Ihr Privatleben sei ihnen vergönnt, mittlerweile hat Kim Clijsters eine Familie gegründet, Nachwuchs ist auch schon eine Weile da. Auf diesem Wege alles Gute! :D

Aber leider fehlte mir seit deren Austritt so ein bißchen die Magnetfigur, auf deren Matches ich mich besonders freue, deren Leben und Spielen mich gespannt vor dem Bildschirm kleben läßt. Diese ganzen Schnallen mit ihrem Modegetue und Rumgezicke langweilen mich ein wenig, die sind so leer, ihnen fehlt der Charakter.

Nun, sei einigen Tagen deutet sich an, daß da wieder ein Persönchen den Weg in mein Herz (und meine Neugier ;) ) findet. Sie erfüllt so ein bißchen was von beiden Punkten: sowohl tragische Momente im Leben als auch eine gewisse Bodenständigkeit: Jelena Dokic.

Eigentlich war sie ja schon ein Weilchen „auf der Tour“, vor einigen Jahren war sie sogar Nummer 4 der Weltrangliste. Aber ihr grusseliger Vater stand ihr brutal im Weg und zeigte eindrucksvoll, wie man es als Tennisvater auf keinen Fall tun sollte. Sie war damals ein kleines Mädel mit großem Talent und vielen falschen Freunden und Beratern. Ich fand sie da schon klasse, sie tat mir nur schrecklich leid, weil sie solch ein Pech mit ihrer Familie hatte. Aber spannend waren die Geschichten schon auch ;)

Es folgte fast unweigerlich der Absturz, die Trennung vom Vater, Depressionen und Gewichtszunahme. Einige Jahre war sie von der Tennisbühne vollständig verschwunden, mußte zuerst ihr Sammelsurium privater Probleme in den Griff bekommen. Scheinbar ist sie jetzt auf einem guten Weg!

Zur Zeit laufen ja die Australian Open. Nachdem sie es Ende letzten Jahres geschafft hat, sich eine Wildcard für dieses Grand Slam Turnier zu erspielen, hat sie es jetzt schon bis in die vierte Runde geschafft! Apart anzusehen ist sie immer noch, ihr Spiel zumindest schon mal stellenweise so brilliant wie damals, schnell und clever, und sie zeigt einen Kampfgeist, den ich nur bewundern kann. Ich saß heute morgen vor dem Fernseher und verfolgte begeistert ihr Match gegen Alisa Kleybanova, es war spannend bis zuletzt.

Ich freue mich, daß sie wieder da ist, freue mich darauf, in vielen Matches mit ihr zu fiebern und sie wieder in den oberen Bereichen der Weltrangliste zu bewundern. Das ist wieder eine, der ich gerne meine Sympathie schenke! Viel Glück, Mädel, Du schaffst das!

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Keine Lust!

Verfasst von ehefrau am Sonntag, 25 Januar, 2009

Ich habe keine Lust auf Wochenendende. Also bügele ich jetzt noch munter weiter und ignoriere die Uhrzeit. Mir doch egal, wie müd ich morgen bin.

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