Tja, wie war es beim Elterngespräch. Hm. Ich muß es erst mal sacken lassen.
- Auf jeden Fall kamen keine neuen Schandtaten ans Tageslicht, sehr beruhigend. Alle „negativen Eindrücke“ ihrerseits sind uns schon länger bekannt, es kamen keine Überraschungen.
- Sie wirkte nicht ganz so negativ, nachdem Hape sie drauf angesprochen hat, ob es von unserem Kind tatsächlich nur soviel Schlechtes zu erzählen gäbe, ob er denn gar keine guten Seiten hätte. Von da an sprach sie tatsächlich netter über unser Kind
- Sie scheint (jetzt schon) ziemlich ratlos im Umgang mit unserem Kind zu sein, und bittet uns, den SchupsyDie zu Hilfe zu bitten. Haben wir ja längst schon initiiert, was sie beruhigt und vielleicht auch ein wenig beeindruckt hat.
- Sie kommt mit den Widersprüchen in Davids Verhalten überhaupt nicht klar. Meint ganz rational müßte er die Dinge, die er doch kann doch auch einfach machen. Ja. Lol. Is klar ne.
- Ich denke wir haben ihr vermittelt, daß wir die Problematik sehr ernst nehmen, daß wir sie und auch ihre Sichtweise ernst nehmen, dass wir auch recht gut über unser Kind Bescheid wissen und uns kümmern werden.
- Wir haben ihr im Gegenzug auch vermittelt, daß die Erwartungshaltung alleine nicht der richtige Weg sein kann, daß es David momentan auch nicht gut geht, mit Einnässen, Alpträumen und autoaggressivem Verhalten macht er nur zu deutlich seinem Unmut Luft. Das die nach außen getragene „große Klappe“ lange nicht sein Selbstwertgefühl widerspiegelt (danke MadameKlutze!!!!). Diese Widersprüche sind für sie nur schwer nachzuvollziehen, was sie auch offen zugibt, aber sie weiß jetzt zumindest mal, daß es sie gibt, und daß er trotz aller Großspurigkeit extrem sensibel und emotional ist.
- Das Gespräch begann in recht gedrückter Stimmung, schon als die Tür aufging und die vorherige Familie heraustrat, war bei denen allen schon die Gesichter lang, weiß der Geier, wie schlecht da das Gespräch gelaufen sein muß. Aber durch Hapes Hinweis, auch etwas Gutes von dem Kind zu erzählen, wurde sie gleich positiver gestimmt, dadurch daß er sie quasi zwang, positiv über David zu denken. Ich hatte den Eindruck, daß sie sich noch gerne weiter unterhalten hätte, aber die Zeit ließ es nicht zu. Das Gespräch endete in fast fröhlicher Stimmung, sie bedankte sich nochmal für den Hinweis mit den positiven Seiten, und sie würde das nächste Mal auf jeden Fall diese Dinge nicht zu kurz kommen lassen. Schön.
Wirklich eine „Lösung“ gibt es nicht. War nun aber auch nicht zu erwarten. Sie weist noch ein wenig die Schuld von sich, was eine weiterführende Förderung betrifft. Aber gut, einen Schritt nach dem anderen, ich denke, über kurz oder lang werden wir sie da noch in die richtige Richtung schubsen können, Anfänge praktiziert sie ja schon, nur ob das die geeigneten Methoden für ihn sind, sei noch dahin gestellt. Aber ich bin sicher, daß da auch die Schupsy gute Ideen haben wird. Ich hatte auch den Eindruck, daß sie uns als Experten für unser Kind ernst nimmt, und auch auf unsere Ratschläge hört. Das ist doch schonmal was. So. Und jetzt mach ich mal essen, die Aufregung hat sich gelegt, der Hunger meldet sich…
PS: Vielleicht war es auch die „Drohung“ von Hape, bei jedem Gespräch dabei sein zu wollen, die sie so kooperativ gestimmt hat
Auf jeden Fall ein dickes, fettes DANKESCHÖN und ICHLIEBEDICH! an den WBE!!! Und vielen Dank auch Euch allen, die Ihr uns die Daumen gedrückt habt, so positive Energie aus allen Richtungen zu uns gesandt wirkt scheinbar echte Wunder!







