Das Leben der Ehefrau

Weblog-Archiv für 13. November 2008

Neue Phase

Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 13 November, 2008

David und ich sind seit einiger Zeit in einer neuen Lebensphase angekommen: In der Kästner-Phase. Wir verschlingen seine Werke momentan geradezu. Amazon kommt kaum mit schicken nach! ;)

Angefangen haben wir mit Die Konferenz der Tiere. Der richtige Einstieg wie ich finde in den feinen, sinnigen und gehörig moralisch-sozialen Kästner-Humor. David hat sich an vielen Stellen fast kringelig gelacht. Außerdem ist das Buch mit vielen Bildern bestückt, fast eher ein Bilderbuch als ein Roman. Aber in einem Abend schafft man es dann doch nicht, zu Ende zu lesen.

Als nächstes lasen wir mein ABSOLUTES Lieblingskinderbuch, welches ich im Erwachsenenalter immer noch genauso schön, witzig und hintersinnig finde: Pünktchen und Anton. Nach diesem Buch habe ich mir übrigens den Nicknamen „Pünktchen“ für die Internetwelt zugelegt, nach ihm war sogar mein Motorrad benannt ;) . Am köstlichsten fanden David und ich die „Dicke Berta“, die den Einbrecher mit Pünktchens Turnkeulen zur Strecke bringt und anschließend mit den Polizisten fidel Walzer in der Küche tanzt. Aus diesem Buch stammen übrigens auch die beiden geistreichen Zitate: „Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man gar keine hat!“ und „Pünktchens Mutter vertrieb sich die Zeit mit Migräne.“. Geradezu legendär, wie Pünktchen ihren Dackel Piefke beim Friseur rasiert. Wir haben viel gelacht und beim Frühstück, beim Mittagsessen, nachmittags noch und auch noch abends vor dem Einschlafen gelesen.

Gestern haben wir dann Emil und die Detektive ausgelesen. Auch schön, wobei mir der Umgangston und die Ausdrücke, die sich die Jungens gegenseitig an den Kopf werfen, nicht unbedingt immer behagen. David fand sie dafür umso lustiger, und hat sich bei manchem „Ihr Saukerle!“ königlich amüsiert. Dennoch, die Geschichte ist sehr schön, besonders die Stelle, bei der Emil dem Professor erklärt, daß er zwar alles dürfe, es aber seiner Mutter zuliebe, die sich krumm und bucklig arbeitet um beide durchs Leben zu bringen, niemals ausnutzen würde. Und wer ihn deshalb Muttersöhnchen nennt, den schmeiße er an die Wand! Sehr hintergründig wie ich finde. David fand es übrigens besonders spaßig, dass Erich Kästner von sich als jungem Journalist schreibt, der Emil interviewt.

Heute Morgen beim Frühstück haben wir das zweite Lieblingsbuch meiner Kindheit begonnen: Das doppelte Lottchen. Auch hier hat sich David schon köstlich amüsiert, nämlich als Luises Freundin Trude mal eine heftige Watsche kassiert. Als ich heute Abend nach dem Vorlesen das Zimmer verlassen habe, hat mir David noch hinterhergeschwärmt, wie toll er den Erich Kästner fände, und wie lustig seine Bücher seien. DAS nenn ich mal Kompliment.

Danach wartet schon Das fliegende Klassenzimmer darauf, vorgelesen zu werden. Leider wars das dann schon an großen Klassikern. Wer kennt noch mehr Bücher von ihm und kann sie beurteilen und gegebenenfalls empfehlen?

So, und jetzt aktualisiere ich mal das Widget in der rechten Sidebar. :D

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Bibber

Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 13 November, 2008

Mir ist sooo kalt. Ich will wieder Sommer. Und eine neue Uhr an die Heizung. Die ist nämlich kaputt. Und der Monteur kommt erst morgen. *fröstel*

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