Das Leben der Ehefrau

Gelausche

Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 7 August, 2008

Dem Kind sein Gelausche. Ist ein Problem. Weil. Nämlich. Ich gar nicht soviel Lauschware einkaufen kann, wie der Kerle die weghört. UUUUnglaublich. Und wir haben wirklich ehrlich Unmengen von Cassetten und CDs.

Er hört halt immer abends im Bett, vor dem Einschlafen. Und weil er ja nunmal extrem wenig Schlaf braucht, hört er dann abends 2-4 Cassetten oder so, bis er eingeknackt ist. Und dann hat man diese geschätzend 100 verschiedenen Hörspiele alle schnell zum 7. Mal gehört. Und er ist da nicht wie ich früher, die für jede Stimmung eine bestimmte Cassette anhörte, bzw. eine Cassette bei Gefallen auch 3 Monate lang jeden Abend hören konnte. Er ist da doch eher männlich veranlagt. Kenn ich, is langweilig. Oder so.

Er hat sämtliche Benajmins durchgeorgelt, mehrfach versteht sich, alle Bibis, alle Walt Disneys, alle Hörbücher, Märchen und sonstiges. Alle Löwenzahns, Kinder Unis, jetzt sogar auch meine Cassetten von früher, ??? und 5 Freunde.

Wir laufen uns oft schon die Füße auf Flohmärkten rum, um günstig Lauschbares zu ergattern, aber echt ey, soviel kann doch kein Mensch kaufen, geschweige denn lagern. Sein neu gestaltetes Medienregal ist schon wieder zum Bersten voll mit Cassetten und CDs. Wohin mit dem Ganzen?! Und vor allem, wo soll das enden?!

MP3 ist ja schön und gut, nur in der Handhabe äußerst ungünstig!!! Erstens ist der Kerle (noch) nicht in der Lage, sich das Dingen selbst zu bestücken, zweitens wär es eine Sisyphus-Arbeit, sämtliche vorhandenen Werke zu digitalisieren. Aber dann hat mal immer noch das allabendliche Problem, sich sein Lauschwerk zusammenzustellen. Das schafft er noch lange nicht. Hm. Mal drauf rumdenken.

Wie läuft das bei Euch?

6 Antworten zu “Gelausche”

  1. stilke sagte

    also meine kinder können schon ganz gut mit dem ipod. (bestücken natürlich nicht, aber das ist ja so schwer nicht- zumindest mit cds ;-) ) aber bei i-tunes gibt es immer mehr kinderhörspiele zum “runterladen” (garnicht so billig leider)
    also der weg wäre kürzer, als auf den flohmarkt…

  2. shreki sagte

    Also ich habe gerade vor Kurzem festgestellt, dass es bei uns in der Stadtbibliothek eine riesen Auswahl an Hörsachen gibt, auch für Kinder. Ist bei Euch keine in der Nähe??

    Auf dem Kindersender machen sie doch auch immer Werbung für so ein “Hörportal” für Kinder. Heißt das nicht “Toni” ??

  3. ruediger sagte

    Das digitalisieren war ein nebenherlaufender Prozess. Ich habe alle unsere CDs binnen zwei Wochen auf mp3 umgespannt und der besten Tochter von allen beizeiten ein altes Laptop ins Zimmer gestellt. Alle mp3 liegen bei uns seit Jahren im Netzwerk, iTunes greift über das Heimnetzwerk auf die mp3 zu und spielt diese via Airport-Express auf der Zimmeranlage.

    Wir waren ebenfalls eine ganze Weile in der Wiesbaden Stadtbibliothek sehr aktiv und haben uns dort jede Menge Hörbücher ausliehen und digitalisiert (nur zur Sicherheit).

    Die ganze Technik ist simple, zuverlässig und einfach zu bedienen. Das Laptop war anfangs mit einer Kindersicherung bestückt, der dem kindlichen Enthusiasmus sowohl zeitlich als auch inhaltlich ein wenig die Grenzen setzte.

    In der Form funktioniert das nun schon seit etlichen Jahren.

  4. ehefrau sagte

    ja, ich denke über kurz oder lang wird es in die richtung laufen müssen. man ist vielleicht doch noch zu unflexibel, um von alter auf neue technologie umzusteigen…

  5. Frauke sagte

    Ich find auch nur Gutes an der digitalisierten Variante. Nur den iPod-Shuffle kann ich nicht vorbehaltlos empfehlen. Da kommt nämlich alles ewig in der Endlosschleife.

    Sonst find ich die Medien auf unserem Netzwerkserver auch sehr schön sortiert und verfügbar.

    Ohne Unterstützung der Stadtbibliothek wäre aber auch unser Kind nur schwer zufriedenzustellen ;-)

  6. annabrinkmann sagte

    Moin, sehr schön und kommt mir sehr bekannt vor :-)
    kann es sein, dass das liebe Kind total unterfordert ist?
    er kann ja mal lesen lernen – das mein ich ernst, auch wenn sich das gerad merkwürdig anhört – bei mir hats geholfen und ich hab die stadtbibliothek auch erst nach zwei jahren durchgehabt, dann wurde es wieder schwierig. balzac mit 12 ist ja auch nicht jedem seins – meins wars auch nicht. aber vieleicht mags kind ja bisl was anspruchsvoller – einfach mal eine altersstufen höher gucken (hören), das bremst die maßlosigkeit, weils die fantasie wieder fordert:-)
    bin gespannt wie es sich entwickelt.

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