Neuerdings beschriftet David seine Bauwerke mit solchen Zetteln:
Und, kann wer entziffern, was es heißt?
(Den Sinn fürs Daten sammeln und Katalogisieren hat er eindeutig von seinem Vater!
)
Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 31 Juli, 2008
Neuerdings beschriftet David seine Bauwerke mit solchen Zetteln:
Und, kann wer entziffern, was es heißt?
(Den Sinn fürs Daten sammeln und Katalogisieren hat er eindeutig von seinem Vater!
)
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Verfasst von ehefrau am Mittwoch, 30 Juli, 2008
Heute haben wir ein neues wii-Spiel ausprobiert. Das hier:
Hat richtig viel Spaß gemacht. Besonders, nachdem David ins Bett mußte.
Da haben Hape und ich verschiedene Wettspielchen gespielt. Bis gegen halb 11 oder so. Dann bin ich nochmal nach David schauen gegangen. Der mir dann ganz verschmitzt mitgeteilt hat, er habe alles gesehen. Hat sich doch die kleine Ratte heimlich aus dem Zimmer geschlichen und ums Eck gelinst. Ohne sich zu mucksen…
Um 22:30 Uhr immer noch hellst wach. Das muss ja eine Quälerei für das Kind sein, wenn es im Bett liegen bleiben muss. Aber irgendwann wollen wir Eltern eben auch mal Ruhe haben. Wie kann man nur mit so wenig Schlaf zurechtkommen. Von MIR hat er das nicht. ICH könnte dauernd schlafen.
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Verfasst von ehefrau am Mittwoch, 30 Juli, 2008
Himmel hilf. Gestern haben wir im Bett nach langer Zeit mal wieder Stromberg gesehen. Du meine Güte. Dieser Mann hat für mich den Stellenwert eines schrecklichen Autounfalls. Man findet es grauenerregend, muß aber irgendwie fasziniert doch immer weiter zusehen.
Ich werde ganz kribbelig dabei. Was der alles anstellt. Wie der sich so komplett als mieses A…….. darstellt. Und irgendwie immer noch ans Ziel kommt. Unglaublich. Wie der mit Menschen umgeht. Wie der innerhalb von Stunden überzeugend seine Meinung komplett umdreht. Wie der trickst. Ekelhaft. Ich bin ständig hin und her gerissen zwischen umschalten und weiterschauen.
Ich frage mich, ob der Christoph Maria Herbst in Echt vielleicht wirklich ein bißchen so ist?! So komplett verstellen kann sich doch kein Mensch, oder?! Wenn doch, dann steht Herr Herbst nahe an der Genialitätsgrenze. Ich fürchte nur, daß diese Rolle für ihn eine so statische wird, daß er in anderen Rollen kaum noch glaubhaft wirkt. Ich fürchte, daß das der Karriere nicht besonders zuträglich sein wird. Inger Nilsson konnte sich auch keiner in anderen Filmen vorstellen.
Ich hoffe jedenfalls inständig für alle Menschen, die in einem Büro arbeiten, daß sie KEINEN Stromberg(ähnlichen) in ihrer Firma sitzen haben. Den wünscht man nicht mal seinem schlimmsten Feind als Kollege.
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Verfasst von ehefrau am Dienstag, 29 Juli, 2008
Liebes Wetter,
auch wenn sich viele momentan über Dich beschweren, ICH möchte Dir an dieser Stelle einmal in aller Deutlichkeit mitteilen, wie gern ich Dich so habe, wie du im Moment bist. Sonnig, warm, schwül, nicht schwül, heiß, egal. Du machst das echt klasse im Moment, ich habe NICHTS, aber auch gar nichts auszusetzen. Und Danke, daß du den Regen heute morgen ganz schnell hast weiterziehen lassen.
Also, Sommer ist toll, lass Dich nicht beirren, mach weiter so, wie Du es laut Kalender und bedingt durch die Erde-Sonne-Konstellation abzüglich Klimawandel normalerweise auch immer tun würdest.
ICH mag Dich so!!!
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Verfasst von ehefrau am Dienstag, 29 Juli, 2008
Heute morgen:
Geschwitzt. Pool gekauft. Aufgebaut. Gefüllt. Sonne weggegangen. Himmel schwarz geworden. Gewitter gekommen.
Jetzt:
Geärgert.
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Verfasst von ehefrau am Montag, 28 Juli, 2008
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Verfasst von ehefrau am Sonntag, 27 Juli, 2008
Heute Abend:
- Schwester weg
- PMS
- Kind müd und übellaunig
- nur noch eine Woche Urlaub
- Regen
Doof.
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Verfasst von ehefrau am Samstag, 26 Juli, 2008
… passieren David im Moment die seltsamsten Dinge. „Aus Versehen!“ versteht sich.
„Aus Versehen!“ fällt ihm zum Beispiel eine meiner Haarspangen ins bädliche Waschbeckenabflussrohr. Und zwar so eine große, die in Gemeinschaft mit meinem persönlichen Haarausfall binnen weniger Tage den Siphon vollends verstopfen wird. Was tut also Mutter?! Sie nimmt die Klempnerzange und schraubt kurzerhand den Siphon-Knick ab und birgt die völlig verängstigte, durchnässte und stinkende Haarspange. (Mitsamt nicht wenigen Haaren, aber das tut ja nichts zur Sache
)
Allerdings läßt sich das Rohr nicht genauso einfach wieder anschrauben. Ist doch klar, so etwas funktioniert nie „so einfach“. Auch der zur Hilfe gerufene strahlende Ritter in Weiß kann nicht mehr ausrichten. Der Flansch läßt sich einfach nicht gerade auf die Muffe schrauben. (Wörter wie „Flansch“ und „Muffe“ klingen wie eine Verhonepiepelung, ich kann mir nicht helfen.) Sie verkanten immer und folglich bleibt das Ablussrohr ab sofort undicht. Die Laune im ehefräulichen Heim sinkt rapide, da David Hape und mich beim von Misserfolg gekrönten Getüftel immer noch mit weisen Ratschlägen unterstützt.
Mein lieber Sohn, jetzt bist Du so clever und hast es dennoch nicht verstanden: Eltern wollen in Situationen, bei denen sie auf viel zu engem Raum zusammengequetscht, mit dem einen oder anderen Gramm zuviel in der Bauchgegend versuchen, Dinge zu richten, die DU gerade verbockt hast, und die sich nicht geziemlich richten lassen, KEINE, ich wiederhole (auch wenn es den Schachtelsatz noch länger macht) KEINE weisen Ratschläge wie: „Ist die Zange groß genug?“ „Nicht zanken!“ oder „Vielleicht muß man da nur ein bißchen fester drauf drücken!“ hören. Wollen wir nicht. Ehrlich. Es täte unserem Seelenheil, Deiner Gesundheit und deiner Liebe zu TV, Wii und PC wirklich gut, wenn Du solcherlei Regeln verinnerlichen, und zumindest in diesen Momenten einfach mal die Klappe halten würdest. Danke.
Übrigens hat daraufhin mein leuchtend roter Putzeimer unser „dezent“ altrosa gekacheltes Bad drei Tage lang verschönert. Dann habe ich nach einigem Nachdenken (!) nicht nur den Knick, sondern auch das Rohr, das in die Wand führt, gemeinsam abgebaut, außerhalb von Wand und Waschbecken gerade zusammengeschraubt und dann mit wenig Fingerspitzengefühl und viel Gewalt zurück unters Waschbecken gedengelt. Jetzt ist wieder alles dicht und die Nasszelle erstrahlt ungestört altrosa.
Aber zurück zum Thema.
Jedenfalls fällt dem Kind wenig später „Aus Versehen!“ das volle Wasserglas vom Tisch, weil er dringend „Coolness“ demonstrieren will und seinen völlig verdreckten Barfuß zwischen Teller und Glas auf dem Tisch platzieren muss. Es ist klar, daß kind dabei das Trinkgefäß vom Tisch stößt.
Oder ihm kippt „Aus Versehen!“ der volle Wasserfarbenwasserbecher über den Schreibtisch.
Oder ihm fällt „Aus Versehen!“ das Bild mit dem frisch in rauhen Mengen aufgetragenen hellblauen Glitzerkleber auf den Teppichboden.
Oder er vermalt sich „Aus Versehen!“ die halbe Körperoberfläche mit Do-it-yourself-Filzstift-Tattoos Marke Eigenkreation.
Oder er stiebitzt sich vor dem Essen „Aus Versehen!“ eine Tafel Schokolade und mampft fröhlich drauflos.
Oder er schießt „Aus Versehen!“ verbotenerweise vor dem Haus den Fußball zu allererst in Nachbars heiligst gepflegtes Blumenmeer.
Oder er behauptet „Aus Versehen!“, er habe sich bereits die Zähne geputzt, obwohl seine Zahnbürste noch knochentrocken ist.
Hape42 und ich hoffen inständig, dass es sich, wie so oft im kindlichen Heranwachsen, bei diesen Missgeschicken nur um eine Phase handelt. Die „Aus-Versehen!-Phase“. Klingt doch plausibel.
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Verfasst von ehefrau am Freitag, 25 Juli, 2008
… kommt meine Schwester mitsamt ihrer Familie, als da wären mein Schwager und die beiden Söhne Felix und Jakob. Wir freuen uns schon wie Bolle.
Da heißt es viel lachen, spielen, grillen, unterhalten, liebhaben, blödsinn machen, shoppen, Ladies Night machen usw.
Hach, es wird toll!
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Verfasst von ehefrau am Mittwoch, 23 Juli, 2008
Hapes Sohn ist der einzige Mensch auf der Welt, der es schafft, ein Knicklicht so doll zu knicken, daß es kaputt geht und die Leuchteflüssigkeit ins Bett und auf die Kuscheltiere spritzt. Ist dem Himmel sein Dank ungiftig, riecht nur merkwürdig und gibt im Dunkeln ein tolles Sprenkelmuster im Bett ab.
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