Das Leben der Ehefrau

Weblog-Archiv für 6. Juni 2008

Drum beachte:

Verfasst von ehefrau am Freitag, 6 Juni, 2008

Wenn du schon so penibel bist, und alle vertrockneten Halme aus dem Pampas-Gras-Busch rauszupfst, dann zieh dir dabei wenigstens ein LANGärmeliges Oberteil an!!!

Die ganzen Kratzer tun abscheulich weh, vor allem wenn man die Unterarme vor der Tastatur auf dem Tisch ablegt…

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In unserer kleinen Stadt…

Verfasst von ehefrau am Freitag, 6 Juni, 2008

… kann kind sich doch verirren.

Ich spaziere mit David zum Kiosk. Seine favorisierte, monatliche Zeitschrift kaufen. David saust mit dem Fahrrad, ich gehe zu Fuß mit Rübe hinterher. Wohlgemerkt nicht zum ersten Mal. Nein, wir dackeln da schon längere Zeit immer wieder hin.

Auf dem Rückweg gelangt man an eine mittelgroße Dorfstraße, die man überqueren muß, um auf kürzestem Weg heimzukommen. Soll David aber nicht alleine, er soll immer an dieser Straße auf mich warten.

Jetzt fährt das zufriedene Kind (das Heft samt Gimmik ist ja jetzt seins) gedankenverloren auf dem Rad vorweg. Ich laufe hinterher. Bis ich an der zu überquerenden Straße angelangt bin, ist kein David mehr zu sehen. Ich denke recht ärgerlich, daß der Strolch vergessen hat zu warten, und einfach alleine über die Straße und weitergefahren ist. Ziemlich sauer stampfe ich den Weg nach Hause. Nur. Zuhause ist kein David. Und kein Rad.

Ihr könnt Euch vorstellen, daß im Bruchteil einer Sekunde der Ärger in gelinde Panik umschlägt. Wo ist mein Kind?! Wo gottverdammich nochmal ist mein Sohn??? Entführt?! Versteckt?! Lacht er mich hinter irgendeiner Ecke aus?! Ich rufe seinen Namen. Ich brülle seinen Namen. Nix. Kein Kind.

Ich gehe zurück Richtung Kiosk. Ich renne. Zerre Rübe mit mir mit. Renne immer schneller. Komme an besagte zu überquerende Straße. Da seh ich ihn. Auf der anderen Straßenseite. Gesund. Verheult. Wird begleitet von einem ungefähr 8 jährigen Bub, der ihm zwischendurch immer wieder mal beruhigend auf die Schulter klopft. Gott sei Dank. Erleichterung. Und wie.

Jetzt stellt es sich also heraus, daß David im Tran vergessen hat, daß man über die Straße muß. Statt dessen ist er einfach an der Straße entlang weitergeradelt. Immer weiter. Bis er gemerkt hat, daß etwas nicht stimmt. Und vor allem, das wer fehlt. Nämlich ich. Da hat er dann Angst bekommen, und ist zurück, nirgendwo war ich. Also ist er, ganz schön clever, zurück zum Kiosk. Dort war ich auch nicht. Da fing er dann an zu weinen, und dem Herrn im Verkauf zu sagen, daß er mich nicht findet, und heim auch nicht.

Der furchtbar nette Mann fragte dann also nach Davids Adresse, die er ihm auch sagen konnte. Daraufhin mobilisierte Herr Kiosk seinen Sohn, der möchte David bitte nach Hause bringen. Ist das nicht nett??? Und so fand ich die beiden dann auf halber Strecke. Ein ganz schöner Schreck, kann ich Euch sagen.

Ich bin mit David dann noch den Weg, den er falsch gefahren ist, weitergelaufen, um ihm zu zeigen, wie man auf diesem Weg auch nach Hause kommt. Alle Wege führen zu Familie Ehefrau, quasi.

So etwas muß definitiv nicht nochmal sein. Aber Gott sei Dank wußte sich das Kind zu helfen. Ist auch irgendwie beruhigen zu wissen, daß er im Notfall nicht den Kopf verliert.

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Geschützt: Ach Gott, ach Gott, das Kind ist krank!

Verfasst von ehefrau am Freitag, 6 Juni, 2008

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