Linda darf nicht sterben!
Verfasst von ehefrau am Freitag, 5 Oktober, 2007
Ich habe ja neulich beim Bauern “vergoldete” Kartoffeln der Marke Linda gekauft. Und heute habe ich damit “Buabespitzle” (= Schupfnudeln) gemacht.
Teufel nochmal, was sind die lecker!!!!
Für Buabespitzle muss man als erstes Kartoffeln schälen. Dabei zeigte sich eine schöne leuchtend gelbe Farbe unter der Schale. Welche Kartoffeln sind heutzutage noch gelb innen???
Die geschälten Kartoffeln muss man dann kochen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Dabei habe ich mir ein Kartöffelchen stiebizt und pur genascht. Sehr lecker, nussiges Aroma, schmeckt wie die Kartoffeln, die wir damals in meiner Kindheit in unserem Schrebergarten angebaut hatten!
Zusammen mit einem Ei, einer kl. Handvoll Grieß, Mehl, Salz und Muskat knetet man dann einen Teig, formt daraus die Schupfnudeln und lässt sie in siedendem Wasser garziehen. Dann probiert man eine frische Schupfnudel und stellt fest, dass sie UNHEIMLICH lecker schmeckt. Ohne Soße, ohne angebraten, einfach so, frisch. Total lecker.
Wo jetzt das Problem ist, wollt ihr wissen? Na, die Leute, die in der Agrarwelt so bestimmen, welcher Bauer was wo anbauen darf, die haben beschlossen, die Kartoffelsorte “Linda” abzusetzen. Ich weiß ja nicht genau, wie sowas funktioniert, ob es dann “nur” das Saatgut nicht mehr gibt, oder ob es den Bauern tatsächlich “verboten” wird, sie anzubauen. Ich weiß nur, dass es aus der Bevölkerung viele Stimmen GEGEN das “Absetzen” der Linda gibt, und ich werde ab sofort meine Stimme auch dafür erheben:
Stellt den Geschmack über den Ertrag, ich kaufe dann doch lieber weiterhin “vergoldete” Kartoffeln als dass ich mich mit dem Supermarkt-Schund in weiß, geschmacklos und glubschig zufrieden gebe! Lasst Linda leben!!!
-kämpferisch-
die ehefrau







