Das Leben der Ehefrau

Weblog-Archiv für 30. August 2007

Bin ich zu anspruchsvoll?!

Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 30 August, 2007

Ich komme gerade von einem, ja, wie soll ich es nennen?! Ok, von einem Treffen, das meine Beruf betrifft.

Ich biete in unserer Kindertagesstätte Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund an. Zusätzlich startet in unserem Kindergarten das neue „Rucksack“ Projekt. Das ist ein Programm für ausländische Eltern, in dem in deren Muttersprache vermittelt wird, wie und was man mit seinem Kind in der Freizeit alles machen kann, und zwar zu bestimmten, alltäglichen Themen, wie z.B: mein Körper.

Der Hintergrund dieses Projektes ist der, dass die mehrsprachigen Kinder oftmals keine Sprache richtig beherrschen, sondern sowohl von der Muttersprache als auch von der deutschen nur Bruchstücke mitbekommen. Aber nur, wenn man eine Sprache gut beherrscht, kann man eine andere lernen. Soviel zur Einführung.

Die KiTas wurden jetzt gebeten, die Unterrichtsinhalte, die mit den teilnehmenden Müttern besprochen werden, auch in den Kindergartenalltag mit zu übernehmen, damit die Begriffe nicht nur in der Muttersprache sondern eben auch in Deutsch wiederholt werden. Klingt schlüssig.

Da saß jetzt also eine Horde Erzieherinnen und vorne stand eine Solzialarbeiterin der RAA, die uns das Projekt nochmal näher vorstellte. Es wurde von ihr ganz klar erklärt, daß es NICHT darum geht, konkrete Angebote im Kindergarten zum jeweiligen Rucksack-Thema anzubieten, sondern mehr im Alltag mit den Themen zu arbeiten. Aber eigentlich sei das nichts neues für die Einrichtungen, sondern genau das, was man als Erzieherin eben immer macht. Nur eben etwas focussiert auf das jeweilige Thema.

Besprechen die Mamis jetzt bei Rucksack eben „den Körper“ könnte man als Erzieherin jetzt nochmal verstärkt darauf achten, Körperteile zu benennen. Dafür brauch man kein Projekt, dafür braucht man nicht mit einer Kleingruppe in einen Extra-Raum gehen, nichts davon. Und ich kann für meine konkreten Sprachförder-Unterrichtseinheiten das Thema ganz leicht aufgreifen und da verschiedene Spiele oder sonstwas zu anbieten.

Alles geklärt. Für mich.

Jetzt frag ich mich aber, wieso wurden wir jetzt dorthin zitiert?! Das alles wußte ich schon vorher! Ich saß da jetzt zwei Stunden für nix und wieder nix.

Und die Horde Erzieherinnen um mich rum, glaubts mir, die wollte von der Mitarbeiterin der RAA ein vorgefertigtes, komplettes Programm von Dingen, die sie mit ihren Kindern tun sollen! Die wurden regelrecht garstig, weil sie so etwas nicht in die Hand bekommen haben! Und gleichzeitig waren sie noch sauer, weil sie befürchteten, das Extra-Programm (das sie ja NICHT anbieten sollen!) würde ihre normale situationsorientierte Projektarbeit behindern.

HALLO?! Ist da wer?!?!

Die haben leider nichts verstanden. Ok, ich hab auch nicht verstanden, wieso ich für das Wenige, was ich da erfahren habe, da hinkommen mußte, aber ich habe wenigstens den Sinn des Rucksack-Projektes erfasst.  Einige schienen das Projekt zwar in ihrer Einrichtung anzubieten, aber gar nciht zu wissen, worum es dabei geht.

HALLO?! Ist da wirklich keiner?!?!

Wenn ich doch was bei mri anbiete, muss ich doch wissen, WAS ich da empfehle?! Und wenn ich zu so einem Treffen gehe, dann versuch ich doch vorher schonmal in groben Zügen über das Thema bescheid zu wissen, um nicht komplett blöd dazustehen?! Offensichtlich waren wir von unserer KiTa die einzigen, die das so auffassten…

Was da aber auch an Erziehungspersonal auf die Kinder losgelassen wird… Heidenei…

Neben mir saß eine mit gegelten Fingernägeln. Ca. 1 cm lang, jeder Fingernagel. Wie kann man damit arbeiten?! Ich sah weiße, fleckenlose Hosen! Ich sah durch tiefste Dekolletées mehr Bauchnabel, als mir lieb war. Wie kann man so arbeiten?! Bei jeder Bewegung fluppt mir doch die Brust ausm Hemd?! Da bringen doch nur noch Väter die Kinder in die Einrichtung?! Ich versteh das nicht.

Keine Ahnung von der Thematik, keine Ahnung von der Arbeit an sich. Und wir beschweren uns über PISA uns die Bildung unseres Nachwuchses…

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Is klar…

Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 30 August, 2007

Hab ich doch letzte Woche von Zweckform einen Packen Klebeetiketten gekauft.

Größe: 70 x 36 mm, 24 Stück auf einem Blatt, 25 Blätter in der Packung, das Ganze in der Metro für 11,49 €.

Ich brauche diese Etiketten z.B. für als Adressetiketten für Schlaukopf Neuss oder auch für selbst eingemachte Marmeladen o. ä..

Heute geh ich ins Lidl. Und was gibts da??? Die gleichen Etiketten, gleiche Form, gleiche Größe, gleicher Inhalt in der Packung für sagenhaft 2,99 €. Hammerpreis!!! Und daran verdienen die immer noch. Kann man mal sehen wie Zweckform, Data Becker und Co. ihre Gewinnspanne ausreizt.

Ich habe mich jetzt gleich mal eingedeckt, das wird eine Weile halten…

:mrgreen:

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Männer kommentieren Damentennis…

Verfasst von ehefrau am Donnerstag, 30 August, 2007

… und mutieren dabei zu Waschweibern!

Zur Zeit laufen ja die US Open. Mein armer Gatte muss also jeden Abend Tennis im TV ertragen. Alle Spiele, egal ob Damen oder Herren, werden bei Eurosport von Männern kommentiert. Soweit, so gut.

Allerdings scheinen die Kommentatoren während eines Damentennis-Spieles völlig das Sportliche aus den Augen zu verlieren! So hat z.B. gestern Abend Oliver Fassnacht das Spiel zwischen Venus Williams und Ioana Raluca Olaru resümiert, indem er Venus’ neuen, selbstdesignte Tennisdress asuführlich lobte. Nur ganz am Rande erwähnt wurde, dass sie grottenschlecht gespielt hatte, und sich ihr Spiel deutlich bessern müsse, wenn sie Ambitionen auf einen Turniergewinn haben sollte.

Außerdem werden die „Stars“ der Damentour während ihres Spiel als „hübsch“, „Augenweide“ oder dergleichen tituliert. Es wird über deren Privatleben, z.B. diverse Trennungen oder ausschweifende Shoppintouren berichtet.

Ich habe den subjektiven Eindruck, dass es bei den männlichen Spielern ganz anders aussieht! Weder kommentieren da im Gegenzug Frauen, noch werden großartige, glamouröse Einzelheiten aus dem Privatleben eines Tennis-Superstars ausgeplaudert.

Warum ist das so? Warum konzentriert sich ein männlicher Kommentator nicht auf das wesentliche, nämlich das Tennismatch?! Macht doch eine Zusatzsendung: „Glamouröses über Tennis-Sternchen“! Dann können die Matches das bleiben, was sie eigentlich sind: ein sportliches Ereignis, und kein Getratsche im Friseursalon!

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