David ist, wie schon an anderer Stelle geschrieben, im April 5 geworden.
Er ist trocken, seit er ca. 2,5 ist, mittlerweile auch nachts. Zumindest ist er weitgehend „dicht“.
Er leidet jedoch grundsätzlich an einer Aversion gegen den Toilettengang. Die Götter wissen warum, aber er geht nicht gern aufs Klo. Nicht, dass er den Raum nicht mag, oder die Porzellanschüssel, oder das Wasserrauschen, nein, das ist es nicht. Ich denke mal, er empfindet das „Pieseln“ als unnötigen Zeitaufwand, der ihn von sinnvolleren Tätigkeiten abhält.
Es sieht bei uns so aus, dass er grundsätzlich auf meine Frage: „Musst du mal auf Toilette?“ antwortet: „Nein, ich bin ganz sicher!“. Besonders ulkig wirkt es, wenn er dabei vor lauter Pipi anhalten schon kaum noch ruhig stehen kann und von einem auf das andere Bein trippelt…
Was ist nur so schlimm daran, auf Toilette zu gehen?! Ist das wirklich so lästig, dass man dauernd einen Krieg mit seiner Mutter provoziert, nur weil sie einen zum WC schickt?!
Leider hat er dann von Zeit zu Zeit noch das Problem, dass ihm die ersten Tröpfchen vor lauter anhalten in die Hose gehen. Und weil er (natürlich) auch noch zu faul zum umziehen ist, und sich wohl auch mein Geschimpfe ersparen will, sagt er das nicht immer und läuft dann, stundenlang wenn ich es nicht merke, mit nasser Unterhose rum. Besonders prickelnd ist dann der Duft, der mir beim Schlafanzug-Anziehen entgegen weht…
Keine Ahnung wieso das nur manchmal so ist. Laboriert er dann an einem Schnüpfchen oder ist es mehr die psychische Schiene?! Ich habe keinen Schimmer. Jedenfalls bringt er damit seine arme Mutter an den Rand der Verzweiflung…
Wir haben uns jetzt ganz pädagogisch wertvoll überlegt, das Kind positiv zu bestärken, damit es eher auf Toilette geht. Das bedeutet nichts anderes, als dass unser Kind das einzige Wesen auf der Welt ist, das für erfolgreiche Hygiene mit 20 Cent bezahlt wird…
Man geht in der Kindererziehung schon kuriose Wege…