Hab ich nicht gestern erst von Rübe erzählt?! Und wie sehr der Regen und Gewitter hasst?
Nun ja, gestern abend ging es los mit den Gewittern. Es grummelte lange Zeit nur ganz leise und ganz entfernt, aber das reicht schon, um unseren Rübe vor Angst schlottern zu lassen. Bevor ich ins Bett gehe, gehe ich normalerweise nochmal mit Rübe vors Haus, damit er am nächsten Busch sein Beinchen heben kann. Gestern Abend hat er mal kurz seine Schnauze zur Tür rausgestreckt, gleich gemerkt, dass es stark regnet, mich ganz vorwurfsvoll angeschaut, sich wieder umgedreht und ist wieder reingegangen.
Dort saß er dann, auf der Fußmatte, und schaute mich mit seinem traurigsten Blick an. Erst dachte ich, es sei deshalb, weil er nicht mehr Beinchen heben konnte. Aber beim Streicheln hab ich es dann gemerkt: er zitterte mal wieder vor Angst.
Ich habe ihm dann ein paar tröstende Worte zugesprochen, die ihn natürlich nicht die Bohne interessiert haben. Ich bin ins Bad, um mich bettfertig zu machen, da höre ich es schon aus Davids Zimmer rufen (ja, die Ratte war um 22 Uhr immer noch wach…): „Mamaaaaaaaaa, wenn der Rübe da ist, kann ich nicht schlafen!“
Ja, da hatte sich das Viech angstschlotternd ins Kinderzimmer geschlichen, da ist er dann nicht alleine und fühlt sich wohl beschützt. Man muss aber erwähnen, dass Rübe kein besonders leiser Schläfer ist. Er schmatzt immer. Besonders wenn er sich fürchtet. Das scheint wohl so eine Art Stressabbau zu sein. Jedenfalls kann man sich vorstellen, wie nervig das ist, wenn man einschlafen möchte, und neben einem ist ein Tier am Dauer-Schmatzen. Zwischendrin steht er dann mal auf, um sich einmal kräftig zu schütteln, dass die Hundemarke nur so klimpert, dann legt er sich wieder in einer anderen Stellung hin.
Da wir aber abends immer noch ein wenig Fernsehen im Bett schauen, konnte er ja noch ein Weilchen bei uns bleiben. Nur leider kamen die Geweitterfronten immer näher und wurden immer stärker. Das donnerte ohne Unterlass und regnete, was nur konnte.
Das hielt leider noch an, als Peter einschlafen wollte. Ich war schon eingeduselt. Der Hund war noch im Zimmer. Das war für Peter wohl deutlich zu hören:
Rübe: *schmatz schmatz schmatz*
Peter: *grummel und wälz*
Ich: *aufschreck*
Kurze Ruhe, ich dusele wieder ein.
Rübe: *schmatz schmatz schmatz*
Peter: „Rübe hör auf zu schmatzen, oder du fliegst raus!“
Ich schrecke auf.
Rübe schmatzt weiter.
Peter steht auf, schafft es nach mehreren Versuchen, das Tier vor die Schlafzimmertür zu verbannen. Ich bin natürlich schon wieder wach geworden. Peter legt sich wieder hin, ich dusele wieder ein, schleicht sich das Tier wieder rein. Grrrr. Ich werd schon wieder wach.
Jetzt nehme ich die Sache in die Hand. Ich bringe den Hund wieder raus aus unserem Zimmer und führe in in Davids Zimmer, der schon tief und fest schläft. Der lässt sich dann nicht mehr von Rübe stören. Dort bleibt der Hund dann Gott sei Dank, bis das Gewitter vorbei ist.
Ich also ins Bett zurück und endlich eingeschlafen.
Gegen 3:00 Uhr steht dann das Kind vor meinem Bett und tippt mich an. David hat dann schlecht geträumt und braucht eine kleine Portion Mami. Er darf kurz zu mir ins Bett kuscheln, dann bringe ich ihn wieder in sein Bett, wo er sofort weiterschläft, ich aber schon wieder wach bin.
Ich gehe dann wieder in mein Bett, schlafe wieder ein, um um 5:00 Uhr wieder von meinem Sohn geweckt zu werden: „Mama, kannst du mit mir aufs Klo gehen?“ Er trippelt schon, d.h. es ist kurz vor knapp. Ich setz das Kind also aufs Klo. Dann bringe ich ihn wieder in sein Bett, gebe ihm eine neue Schlafanzughose, da ein paar Tröpfchen doch daneben gegangen sind, Kind schläft wieder ein, ich gehe in mein Bett zurück. Bin grade wieder eingeschlafen, da klingelt der Wecker und wir müssen aufstehen.
*gähn*
Jetzt brauch ich erst mal noch n Kaffee…